Jahressteuergesetz 2020 beschlossen : Wichtige Änderungen für das Handwerk aufgrund der Corona-Krise


Nachdem der Bundestag dem Jahressteuergesetz 2020 bereits in seiner Sitzung am 16. Dezember 2020 zugestimmt hatte, hat am 18. Dezember 2020 auch der Bundesrat grünes Licht gegeben (siehe Rundschreiben ZDH als Download auf diesen Seiten).

Darüber hinaus werden sich weitere (kleinere) einkommensteuerliche Änderungen ergeben, die für das Handwerk interessant sind:

  • Verlängerung der Zahlungsfrist für die Steuerbefreiung von Corona-bedingten Beihilfen und Unterstützungen nach § 3 Nr. 11a EStG bis zum 30. Juni 2021. Steuerfrei sind die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2021 auf Grund der Corona-Krise an seine Arbeitnehmer in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewährte Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1 500 Euro;
  • Verlängerung der Steuerbefreiung für Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021, § 3 Nr. 28a EStG.
  • Anhebung der Freigrenze für Sachbezüge im Sinne des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG von 44 Euro auf 50 Euro ab dem 01. Januar 2022.
  • Einführung einer Homeoffice-Pauschale (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG)
    Mit dem § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG wird eine zeitlich befristete Pauschale für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit in der häuslichen Wohnung (Homeoffice-Pauschale) neu eingeführt. Der Steuerpflichtige kann für jeden Kalendertag, an dem er seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausübt und kein häusliches Arbeitszimmer vorliegt bzw. er auf einen Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 und 3 EStG verzichtet, einen Betrag von 5 Euro abziehen, höchstens jedoch 600 Euro im Wirtschafts- oder Kalenderjahr. Diese Pauschale gilt für die gesamte betriebliche und berufliche Betätigung des Steuerpflichtigen.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Berater Ihrer Handwerkskammer gern zur Verfügung.

Quelle: ZDH im Januar 2021

Ramona Melchert

Betriebsberaterin

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